Weder Fisch noch Fleisch. Ein Versuch, etwas "funky" zu sein, wieder mal "Rock-Jazz" zu machen.
Nicht so richtig gelungen, obwohl auch hier wieder etwas "Potenz" - vielleich für spätere Zeiten, wenn NDW/Deutschrock erschöpft ist - deutlich wurde (Manfred).
Ein vollkommen untypisches Stück für Klärgrube West und eines der ganz wenigen "akustischen" Titel (oder so gar das Einzige?).
Ein sensationeller Text (HEIKE und/oder JOACHIM), tief - gar nicht platt oder oberflächlich - wurde in die Seele der Menschen zu dieser Zeit geschaut: Eine kleine, feine Geschichte über die Ängste und Fragen dieser Zeit. Klasse! (Manfred)
Ja, Party-Musik ganz im Stile des deutschen "Krautrock", ohne musikalisch wirklich was besonders zu bieten oder zu überzeugen. Live war es aber immer OK (halt Fete, Party).
Aber der Text: Wieder eine Klasse Story (Text HEIKE und/oder JOACHIM), super "Metapher", alles echt nachvollziehbar, ja, so war es damlas halt (Zigaretten "3 Mark"). Einfach geil!
Und denkt bitte immer dran: "Wenn ich nüchtern bin üb' ich Rache!" (Manfred)
"Frauheit" war immer schon das kürzeste Stuck und es war auch Live nie viel anders oder länger (was sonst für Klärgrube eher ungewöhnlich war). Obwohl es so kurz ist, wird in der Kürze einfach alles gesagt; alles andere oder mehr wäre überflüssig gewesen.
Meiner Meinung nach war "Frauheit" eines der ersten Stücke, mit der Klärgrube West entgültig zu ihrem Stil gefunden hatte. Das "war" einfach schon Klärgrube West. Fortgesetzt wurde es mit Stücken wie "Karstadt" oder "Ich gebe Gas". Viele andere Stücke (z.B. "Thailand") zeigen hingeben deutlich das "Suchen nach dem Finden" des eigenen Stils.